• Leben in Kenzingen
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Der Bürgermeister informiert

Bürgermeister Matthias Guderjan
Bürgermeister Matthias Guderjan
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
mit dieser 51. Ausgabe von Kenzingen aktuell werden Sie zum letzten Mal in diesem Jahr, wie gehabt zeitnah und kostenlos, über Ereignisse in der Stadt und ihren Einrichtungen, über anstehende Veranstaltungen sowie aktuelle Angebote informiert.

Hergestellt wird das Mitteilungsblatt vom Primo Verlag Stockach, die Finanzierung erfolgt über das Anzeigengeschäft. Die Verteilung von Kenzingen aktuell wird von der Stadt finanziert, der Aufwand hierfür beziffert sich auf rund 20.000 € jährlich. Der Dank der Stadt für den Service im Jahr 2018 gilt neben dem Primo-Verlag und dessen Beschäftigten allen Inserenten, den Austrägerinnen und Austrägern und nicht zuletzt Frau Alexandra Braun sowie Frau Ruth Winterle, die die Redaktionsarbeit im Oktober an ihre Nachfolgerin im Vorzimmer des Bürgermeisters übergeben und zuvor über viele Jahre Woche für Woche den Redaktionsteil zusammengestellt hat.

Die letzte Ausgabe von Kenzingen aktuell in 2018 soll neben einem Blick auf die vergangenen zwölf Monate auch einem Ausblick auf das vor uns liegende Jahr dienen. Es neigt sich ein Jahr dem Ende zu, in dem Gemeinderat und Verwaltung weiter an der Aktualisierung der städtischen Infrastruktur und Dienstleistungen gearbeitet haben. Dies trägt zum einen dem wachsenden Gemeinwesen, zum anderen zusätzlichen Anforderungen, die von ganz verschiedenen Seiten an die kommunale Aufgabenerfüllung gestellt werden, Rechnung. Ziel bleibt, die Lebensqualität und den Wohnwert in Kenzingen für die Zukunft zu sichern und nach Möglichkeit zu verbessern. Die größten Bauvorhaben in der Kernstadt fallen auf die Bereiche Kinderbetreuung und Bildung, auf den Neubau der Kindertagesstätte Franziskanergarten und auf das Schulzentrum. Allein für die Kinderbetreuung investiert die Stadt derzeit rund 3 Mio. €, in die Schulen weitere 2,5 Mio. €. Dort wird der Umkleide- und Sanitärtrakt der Üsenberghalle rundum erneuert und zum Jahresende fertig gestellt. Der Schulhof der Grundschule wird dann ebenfalls neu gestaltet sein, Restarbeiten sind für das Frühjahr geplant. Die Sanierung der Aula des Gymnasiums dagegen wird weit in das Jahr 2019 hineinreichen.

Bombach, Hecklingen und Nordweil nehmen an der Entwicklung der städtischen Infrastruktur selbstverständlich teil. In Bombach wächst das Baugebiet Weingarten, der Verbindungsweg zwischen Berg- und Wälderstraße wurde ebenso erneuert wie die Wasserkammern des Hochbehälters; zuletzt wurde Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt ausgedehnt. In Hecklingen wurde zum Jahresbeginn die Außensanierung des alten Schulhauses fertig gestellt und zum Jahresende endlich mit dem Bau des Radweges und der Wasserleitung entlang der B 3 begonnen. In Nordweil schließlich wurde neben der Sanierung der Gebäudetechnik von Schulhaus und Halle mit der Neuverdolung des Dorfbaches und der damit einhergehenden Erneuerung der Ortsdurchfahrt die Großbaustelle des Jahres 2018 überhaupt begonnen. Beide Maßnahmen werden 2019 fortgesetzt. In Hecklingen ist die Erschließung des Gebietes Kapellenäcker 3, der Radweg entlang der B3 und die Ermittlung des Standortes für die von der Ortschaft geforderte Schulturnhalle mit Mehrzwecknutzung vorgesehen. In Bombach schließlich müssen das Rathaus statisch ertüchtigt, der Weg von der Salzstraße zur Schulbuckhalle erneuert und nicht zuletzt erste Hochwasserschutzmaßnahen in Angriff genommen werden.

In der Kernstadt wird 2019 beginnen mit der Inbetriebnahme der Kindertagestätte Franziskanergarten. Zwei zusätzliche Krippengruppen, eine weitere Tagesgruppe sowie eine Gruppe mit verlängerter Öffnungszeit werden das Angebot an Betreuungsplätzen ab Januar 2019 erheblich vergrößern. Dazu soll im Januar ein runder Tisch in Sachen Kinderbetreuung erneut die Bedürfnisse der Eltern mit den Möglichkeiten der Stadt abgleichen. Für das Frühjahr ist der Beginn der Umgestaltung der Hauptstraße vorgesehen, die - aufgeteilt in Bauabschnitte - bis Ende 2020 dauern wird. In enger Abstimmung mit dem örtlichen Einzelhandel soll dabei gewährleistet werden, dass die Geschäfte jederzeit problemlos zugänglich sind, die Innenstadt auch während der Bauzeit gut zu erreichen ist und durch gezielte Aktionen Besucher angezogen werden. Im Norden der Stadt wird das Märktezentrum mit dem Neubau von Aldi und der Ansiedlung eines DM-Marktes erweitert. Zudem soll der städtebauliche Entwurf Aufschluss geben über den Umfang der künftigen Erschließungen Breitenfeld V und Pfannenstiel, die verkehrliche Entwicklung dort sowie die Zukunft des kommunalen Sondergebietes Feuerwehrgerätehaus / Städtischer Betriebshof.

Die Summe der Maßnahmen gewährleistet eine funktionierende Stadt, die Aufgabenstellung ist umfassend und es ist schlicht nicht möglich, allen Belangen in gleicher Weise und unmittelbar Rechnung zu tragen. Klimawandel, Entwicklung der Mobilität, mangelnder Wohnraum, Digitalisierung, auch der Online-Handel haben ihre Ursachen nicht primär vor Ort, aber einen Strukturwandel zur Folge, der die Stadt fortwährend beschäftigt. Gemeinderat und Verwaltung stellen sich diesen Herausforderungen der Zukunft selbstverständlich, obschon die Komplexität der Aufgabenstellung zuweilen einvernehmlichen Lösungen entgegen steht. Daneben sind bürgerschaftliche Beteiligung und Mitwirkung auch im Zuge von Informations- und Werkstattveranstaltungen immer erwünscht und dankenswert. Wenn jedoch nach intensiver Auseinandersetzung mit einer Angelegenheit, nach mehreren Exkursionen, öffentlichen Veranstaltungen und monatelanger Diskussion wie zuletzt zur Oberflächengestaltung der Hauptstraße einem ausgewiesenen Fachbüro kurzerhand der Sachverstand abgesprochen wird und der Folge von Ratsbeschlüssen im Vorfeld Murks, also Pfusch oder Misslingen, vorhergesagt wird, nur weil eine von vielen Forderungen keine Zustimmung fand, stellt sich nicht nur die Frage nach dem Demokratieverständnis, es ist auch schlicht respektlos.

Umso mehr gilt der Dank der Bürgerschaft jenen, die sich nicht auf einzelne Sachfragen und zeitlich beschränkt an der Gestaltung unserer Stadt beteiligen, nicht unmittelbar nach dem sie betreffenden Tagesordnungspunkt die Sitzungen verlassen. Der Dank gilt zuvorderst den Stadträtinnen und Stadträten, für die umfangreiche und nicht einfache Arbeit im zu Ende gehenden Jahr. Er gilt zudem allen ehrenamtlich tätigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die in der Feuerwehr, dem Roten Kreuz, den Kirchengemeinden, Vereinen, Schulen und Kindertagestätten ehrenamtlich tätig sind und damit die Idee der Bürgergesellschaft mit Leben erfüllen. Und der Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt, die sich erneut mit großem Einsatz ihren Aufgaben gewidmet haben in einer Zeit, in der allenthalben auch grenzwertige der Kritik zu platzieren recht einfach geworden ist.

Unsere Stadt ist im Jahr 2018 vor großen Unglücksfällen, Unwettern und anderem Unbill bewahrt geblieben – auch dafür ist Dankbarkeit angezeigt.

Ich wünsche allen Einwohnerinnen und Einwohnern eine frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr. Mit den Festtagen und dem Jahreswechsel stehen nun ein paar ruhigere Tage bevor, ehe 2019 Fahrt aufnimmt. Schon heute lade ich herzlich ein, das neue Jahr am 6. Januar 2019 ab 17 Uhr anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt gemeinsam zu beginnen.

Ihr
Matthias Guderjan
Bürgermeister

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