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Gut besuchte Einwohnerversammlung 2019

Rund 120 Einwohnerinnen und Einwohner folgten der Einladung zur Einwohnerversammlung
Rund 120 Einwohnerinnen und Einwohner folgten der Einladung zur Einwohnerversammlung
Am vergangenen Freitagabend fand in der Alten Halle eine Einwohnerversammlung statt, zu der Bürgermeister Matthias Guderjan rund 120 Besucher begrüßen konnte. Die Begrüßung verband der Bürgermeister mit einer kurzen Rückschau auf die ablaufende Wahlperiode des Gemeinderates.

So ist in den letzten fünf Jahren die Einwohnerzahl von 9.600 auf 10.050 gestiegen, Wohngebäude und Wohnungen haben prozentual noch mehr zugenommen. Die insgesamt positive Entwicklung der letzten fünf Jahre belegten zudem die Zunahme von Arbeitsplätzen, der Anstieg der Steuerkraft, der Rückgang der Verschuldung sowie zahlreiche Investitionen.

Frau Stefanie Burg vom Büro FSP Stadtplanung referierte zum ersten Thema des Abends und stellte das Gesamtstädtische Entwicklungskonzept (GEK) vor. Dieses war bereits mehrfach Thema im Gemeinderat und Gegenstand eines Bürgerforums. Inhaltlich werden die Stärken und die Schwächen der Stadt Kenzingen aus Sicht der Bevölkerung erarbeitet, Entwicklungsaufgaben und –ziele definiert. Daraus ergeben sich unterschiedliche Projekte, die priorisiert werden und dem Gemeinderat als Entscheidungsgrundlage dienen. Als Projekte mit hoher Priorität zählte Frau Burg die Abwicklung des Sanierungsgebietes Nordwestliche Altstadt, die Umgestaltung der Hauptstraße und die Beseitigung gewerblicher Leerstände auf. Das Konzept ist ständig im Fluss, soll als Orientierungshilfe für die künftige Entwicklung der Stadt dienen und ist Voraussetzung für die Akquisition von Fördermitteln aus verschiedenen Förderprogrammen des Landes.

Im Anschluss stellte Herr Dr. Marc Krecher von der Badenova das Kommunale Klimaschutzkonzept der Stadt vor. Vorschläge von Bürgern und Fachleuten aus drei Workshops waren Grundlage für das Konzept, welches vom Gemeinderat im November vergangenen Jahres beschlossen wurde. Als Maßnahmen zählte Herr Krecher beispielhaft die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Optimierung des Radwegenetzes und die Information der Einwohner mit einer eigens gestalteten Webseite auf.

Die Umgestaltung der Hauptstraße stand als drittes Thema auf der Agenda. Hierzu informierten die Herren Peter Sackmann und Thomas Wolf vom Ingenieurbüro Zink über den aktuellen Planungsstand, den Umfang der Maßnahme, die vorgesehenen Bauabschnitte und den Bauzeitenplan. Mit dem ersten Bauabschnitt von der Brücke an der kleinen Elz bis kurz vor der Kirchgasse soll Ende Mai/ Anfang Juni dieses Jahres begonnen werden. Dieser geht nahtlos in den zweiten Bauabschnitt über, der bis zur Eisenbahnstraße reicht und Ende November abgeschlossen sein soll. Mit Rücksicht auf den örtlichen Einzelhandel ist für Dezember eine Baupause vorgesehen. Im Januar 2020 wird die Maßnahme ab der Eisenbahnstraße bis zum Gasthaus Beller fortgesetzt. Während diesen drei Abschnitten wird eine Durchfahrt entweder einspurig oder mit einer Umleitung über Schulstraße und Eisenbahnstraße möglich sein. Als Abschluss der Neugestaltung ist der vierte Bauabschnitt zwischen Langestraße und Mühlenstraße in der zweiten Jahreshälfte 2020 vorgesehen. Dieser erfordert aufgrund der schmalen Fahrbahn eine zirka zweimonatige Vollsperrung.

Letztes Schwerpunktthema, wiederum von Frau Stefanie Burg vorgestellt, war der Städtebauliche Entwurf zum nördlichen Stadteingang. Dieser umfasst den künftigen Standort Betriebshof gegenüber der Feuerwehr sowie die Gebiete Breitenfeld V und Pfannenstiel. Nach Darlegung der Ergebnisse und Besonderheiten der Bestandsaufnahme zu den Merkmalen Topographie, Erschließung, Natur und Nutzungen formulierte Frau Burg die Planungsziele der Entwicklung in Bezug auf Verkehrsanbindung, räumliche Ausdehnung, Freiräume, Gebäudetypologien und Nutzungsmöglichkeiten. Danach können im Norden der Stadt zusätzlich bis zu 250 Wohneinheiten entstehen.

Im Anschluss an die Sachthemen war Gelegenheit für Einwohnerfragen jedweder Art. So wurden u.a. neuen vorab eingereichte Fragen beantwortet. So erkundigten sich etwa zwei Schüler, wie die Verwaltung die Anregungen der Jugendlichen aus dem Achtklässlertag berücksichtigt und ob der Basketballkorb auf dem Schulhof wieder aufgestellt wird.

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