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Neujahrsempfang 2019 der Stadt Kenzingen

Neujahrsempfang 2019
Neujahrsempfang 2019
Zum traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Kenzingen, musikalisch begleitet vom Bläserquintett Brass 5, konnte Bürgermeister Matthias Guderjan im Bürgersaal des Rathauses zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner, Vertreter der Nachbargemeinden, anderer Behörden und Institutionen sowie der Politik begrüßen.

Eine kurze Rückschau auf 2018 verband Bürgermeister Guderjan mit dem Blick auf das neue Jahr. Wichtig sei ihm, eine positive Note an alle Anwesenden zu richten. Er erinnere in diesem Zusammenhang an die Empfehlung Winfried Kretschmanns, statt ängstlich und verzagt voll Mut und Zuversicht in die Zukunft zu gehen. Den Kommunen in Baden-Württemberg gehe es finanziell so gut wie nie zuvor, die Aufgaben würden umfassend und ganzheitlich erfüllt wie nie zuvor, trotz und wegen stetig steigender Anforderungen in den Bereichen Betreuung, Bildung und Umwelt. So schaffe man in 2019 zusätzliche Plätze und Angebote im Bereich der Kinderbetreuung, investiere weiter in die Schulen und erhöhe die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Auch in die Bereiche der Wasser- und Abwasserversorgung, den Hochwasserschutz und Erschließungen werde investiert.

Entgegen der Wahrnehmung einzelner liege Kenzingen im Bereich der Wohnraumversorgung in der Spitzengruppe der 5 % der Kommunen mit dem größten Zuwachs an Wohnungen, Baufertigstellungen und Baugenehmigungen im Land, obwohl Wachstum um des Wachstums Willens weder erklärtes Ziel des Gemeinderates, noch der Verwaltung oder des Bürgermeisters sei. Wachstum, gute Wirtschaftslage und hohe Liquidität brächten neue Aufgabenstellungen mit sich. Die Gewinnung qualifizierter Arbeitskräfte werde zunehmend schwierig, auf Ausschreibungen hin Angebote zu erhalten sei nicht selbstverständlich und Vergaben erfolgten teilweise zu Beträgen, die deutlich über der Kostenschätzung liegen. Zu diesen ‚Luxusproblemen‘ gesellten sich Reibungspotenziale, etwa im Umgang miteinander. Auch örtliche Protagonisten seien nicht dagegen gefeit, Unzufriedenheit unmittelbar verbal oder in den sozialen Medien anzubringen und alles unverzüglich in gut oder schlecht einzuteilen. Der Trend gehe dahin, die Lösung der eigenen Probleme durch andere einzufordern, die Übernahme der entsprechenden Verantwortung eingeschlossen.

Es gelte zu bedenken, dass Standards, die man heute setze auch in schwierigeren Zeiten Bestand hätten und Dinge, über die man heute entscheide, oft weit in die Zukunft wirkten. Hier lasse man auf der einen Seite eine städtebauliche Großchance sehenden Auges aus, dort beklage man Wohnungsnot und entdecke die Städteplanung für sich. Hier würden kurzerhand vorgeprüfte Flächen zu Gunsten problematischer Flächen der künftigen Nutzung entzogen, bei denen man sich dann wiederum über Probleme bei der Erschließung wundere. Hier entscheide man spontan Dinge mit jahrzehntelanger Auswirkung, andere Themen hingegen könnten gar nicht genug Zeit in Anspruch nehmen. Die Stadt vielmehr ganzheitlich, nachhaltig und generationengerecht weiterzuentwickeln war, sei und bleibe die gemeinsame Aufgabe.

Im Januar werde die neue Kindertagesstätte Franziskanergarten in Betrieb gehen, der Schulhof der Grundschule stehe unmittelbar vor der Fertigstellung und Ende Mai werde man die Sanierung der Aula abschließen. Auch im Mai werde der Umbau der Hauptstraße starten. Hier gelte das Hauptaugenmerk, die Einschränkungen für alle möglichst gering zu halten. Zudem werde man mit Kapellenäcker III und Breitenfeld IV weitere Baugebiete erschließen, westlich der Bahn entstehe ein großer P+R-Parkplatz und der Hochwasserschutz in Nordweil gehe in die dritte Runde. Bombach werde hoffentlich bald folgen. Daneben seien Klimaschutz, Integration, Rheintalschiene und Digitalisierung nur einige der Themen, die im neuen Jahr anstünden. Es gelte weiter den städtebaulichen Entwurf für den nördlichen Stadteingang zu beschließen, was auch den Standort des Betriebshofs beinhalte.

In Bälde stünden die Europa- und die Kommunalwahl an. Ein klares Signal pro Europa sei wünschenswert – ebenso wie volle Kandidatenlisten für die Wahlen des Gemeinderats und der Ortschaftsräte. Dies zeichne eine interessierte und engagierte Bürgerschaft aus. Es sei unerlässlich, die Menschen bei allem kommunalen Handeln abzuholen und mitzunehmen. Die Leistung im Ehrenamt sei dabei sei als Treibstoff für den Motor der Stadt unverzichtbar. Ein besonderer Dank gelte deshalb fortwährend denjenigen, die sich bereits auf höchst unterschiedliche Weise für ihre Mitmenschen und das Gemeinwesen ehrenamtlich einsetzen.

Allen  Einwohnerinnen und Einwohner sowie der Stadt und der Region sei ein gutes neues Jahr beschieden.

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