• [key] + 1: Bedienhilfe
  • [key] + 2: direkt zur Suche
  • [key] + 3: direkt zum Menü
  • [key] + 4: direkt zum Inhalt
  • [key] + 5: Seitenanfang
  • [key] + 6: Kontaktinformationen
  • [key] + 7: Kontaktformular
  • [key] + 8: Startseite

[key] steht für die Tastenkombination, welche Sie drücken müssen, um auf die accesskeys Ihres Browsers zugriff zu erhalten.

Windows:
Chrome, Safari, IE: [alt] , Firefox: [alt][shift]

MacOS:
Chrome, Firefox, Safari: [ctrl][alt]

Zwischen den Links können Sie mit der Tab -Taste wechseln.

Karteireiter, Tabmenüs und Galerien in der Randspalte wechseln Sie mit den Pfeil -Tasten.

Einen Link aufrufen können Sie über die Enter/Return -Taste.

Denn Zoomfaktor der Seite können Sie über Strg +/- einstellen.

Item 1 of 5

Der Bürgermeister informiert

Bürgermeister Matthias Guderjan
Bürgermeister Matthias Guderjan
Veröffentlicht am Donnerstag, 1. April 2021
Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner, wer von uns hätte vor einem Jahr damit gerechnet, dass auch zu Ostern 2021 die Corona-Pandemie all unsere Lebensbereiche beherrscht, im Mittelpunkt jedes Einzelnen, der Politik und der Wirtschaft steht?

Dass unser Miteinander, das Leben im Familienverband, der Betrieb der Schulen und Kindertagesstätten, der Einzelhandel, die Gastronomie und nicht zuletzt nahezu sämtliche Vereinsaktivitäten auch nach zwölf Monaten leiden unter den Beschränkungen, die die Ausbreitung der Infektionen hemmen, bestenfalls verhindern sollen?

Dass sich nahezu täglich ändernde Vorschriften zum Umgang mit der Pandemie die Belastbarkeit vieler Betroffener an Grenzen führt und die Hoffnung auf eine Normalisierung letztlich untrennbar mit dem Fortschreiten der Impfungen verknüpft ist? Wie ist der Stand und wie geht es weiter? Viele Fragezeichen, die auf die vielen Unwägbarkeiten hinweisen, die unsere unmittelbare Zukunft derzeit so schwer planbar machen.

Unzweifelhaft stellen die anhaltenden Einschränkungen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen die Einwohnerschaft unserer Stadt und die Stadt selbst mit ihren Einrichtungen vor ganz erhebliche Herausforderungen:

Die Eltern tragen seit Monaten erhebliche zusätzliche Lasten, die mit Homeschooling, eingeschränkter Betreuung, eingestellter Vereins- und reduzierter Jugendarbeit einhergehen. Kindertagesstätten und Schulklassen können schon morgen aufgrund von Infektionen wieder geschlossen sein. Den Kindern und Jugendlichen gehen Dinge ab, die Kindheit und Jugend ausmachen: Treffen mit Freunden, Geburtstag, Party, Vereinssport, der Musikverein.

Der Alltag der Erwachsenen ist in weiten Teilen reduziert auf Arbeitsplatz und Wohnung, Bewegung an der frischen Luft und Einkauf des täglichen Bedarfs. Auch die anfangs zuvorderst betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime sind ungeachtet erfolgter Impfungen weiter nur eingeschränkt zu besuchen, immer noch ein Stück weit isoliert. Und während die Wirtschaft in vielen Bereichen nahezu unbeirrt funktioniert, kann niemand endgültig abschätzen, wie sich die langen Schließzeiten am Ende auf den kleinflächigen Einzelhandel und die Gastronomie hier vor Ort ausgewirkt haben werden.

Die Folge ist eine verständliche Verunsicherung in Teilen der Einwohnerschaft, die in zunehmendem Unmut ihren Niederschlag findet. Groll über die Politik in Bund und Ländern, über die konkreten Maßnahmen im Landkreis und in der Stadt selbst finden ihren Ausdruck zuweilen im Verhalten gegenüber den Mitarbeitenden der Stadt, in Kommentaren in den sozialen Netzwerken, auch gegenüber den Dienstleistern im privaten Bereich bis hin zu den Supermarktkassen. Zumal der Politik Versagen zu bescheinigen insbesondere demjenigen leichter fällt, der frei jedweder politischen Verantwortung ist.

Dem gilt es entgegen zu treten. Denn neben unseren Vertretern in Berlin und Stuttgart arbeiten nicht wenige Mitmenschen hier vor Ort seit Monaten unter deutlich erschwerten Bedingungen, um das Leben in Gemeinschaft überhaupt weiter in geordneten Bahnen zu halten.

Das beginnt bei den Beschäftigten in den Krankenhäusern, Pflegeheimen, Impfzentren und Arztpraxen, die ungeachtet der Schutzmaßnahmen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind und gilt in abgeschwächter Form auch für die Mitarbeitenden im Handel, den Verkehrsbetrieben, den Schulen, den Kindertagesstätten und im Rathaus bis hin zu den Stadträtinnen und Stadträten. Nicht zu vergessen die zum großen Teil ehrenamtlich Tätigen, die die freiwilligen Schnelltests im kommunalen Testzentrum ermöglichen und so sehr unmittelbar mit möglicherweise Infizierten in Kontakt kommen. Ihnen allen gebührt an dieser Stelle der besondere Dank und große Respekt der Einwohnerschaft sowie ebensolche Anerkennung für die Tag für Tag erbrachte Leistung.

Durch sie wurde die Grundversorgung bisher ohne Einschränkungen aufrecht erhalten, blieb das Gesundheitssystem leistungsfähig, gab es keine Ausfälle in den Bereichen Strom, Wasser, Abwasser, werden der Unterricht und die Kinderbetreuung im möglichen Rahmen gewährleistet und schreitet die Entwicklung des Gemeinwesens auch unter Pandemiebedingungen weiter voran.

So wurde die Zeit mit Hilfe von Bund und Land sowie erheblichen Eigenmitteln genutzt, um die städtischen Schulen in Sachen Digitalisierung innerhalb weniger Wochen auf den aktuellen Stand zu bringen und für die Zukunft zu rüsten. Die Bedarfsplanung für die Kinderbetreuung zeigt, dass die Stadt die Bedürfnisse der jungen Familien weitestgehend abdeckt. Das Wohnungsangebot in Kenzingen nimmt durch Nachverdichtungen deutlich zu und im Wohnbaugebiet Breitenfeld IV nähern sich die Erschließungsarbeiten ihrem Ende. Der Hochwasserschutz in Nordweil schreitet voran und die Sanierung der Hauptstraße in der Kernstadt ist bis auf kleine Restarbeiten abgeschlossen.

Mehr Fahrradfreundlichkeit und die Bahnplanungen, die Zukunft der Abwasserbeseitigung sowie die Sicherung der Wasserversorgung, die Entwicklung des historischen Stadtkerns und unseres Stadtwaldes, nicht zuletzt der Klimaschutz und die weitere Versiegelung unbebauter Flächen werden den Gemeinderat und die Verwaltung über das Jahr hinaus beschäftigen.

Zuvorderst jedoch befinden wir uns in der dritten Welle der Pandemie: Derzeit steigen die Infektionszahlen wieder und niemand weiß zuverlässig, wie sich die Situation nach den Osterferien darstellen wird. Kenzingen selbst ist im Vergleich vor allem zur ersten Infektionswelle Stand 26.03.2021 mit 10 Infizierten und 6 Personen in Quarantäne vergleichsweise gering betroffen. Allein stellen diese Werte lediglich eine Momentaufnahme dar und können sich innerhalb weniger Tage deutlich verändern.

Ob die Mund-Nasen-Bedeckungen, die Abstandsregeln und die Desinfektion über das Jahr hinaus notwendig bleiben, hängt entscheidend davon ab, wie zuverlässig es gelingt die Pandemie einzudämmen, vor allem wie zügig die Impfungen weiter verlaufen und wie wirksam sie auf Dauer auch im Hinblick auf die Virus-Mutationen sind.

Ostern ist das Fest der Auferstehung, der Hoffnung, der Beginn der Freudenzeit bis Pfingsten. Wie schon im vergangenen Jahr wird Ostern 2021 gedämpfter, ruhiger, weniger in Gemeinschaft gefeiert werden. Die Kirchengemeinden, das Zusammenleben, Familien, Freundschaften, Beziehungen, letztlich alle und jeder Einzelne, leiden darunter. Es bleibt die Hoffnung, dass diese bleierne Zeit in wenigen Monaten gemeinsam überstanden ist und das Leben in Gemeinschaft wieder Fahrt aufnehmen kann. Das wird insbesondere dann gelingen, wenn wir rücksichtsvoll miteinander umgehen und bei der Überwindung der Krise zusammenwirken. Gemeinderat und Stadtverwaltung werden das ihnen Mögliche dazu beitragen. Es wünscht Ihnen ein erholsames, möglichst unbeschwertes, Osterfest und verbindet dies mit dem Gruß ‚Bleiben Sie gesund‘

 

Ihr Matthias Guderjan
Bürgermeister