Einwohnerversammlung am 22. November 2016

Bürgermeister Matthias Guderjan begrüßte rund 160 Gäste in der vollbelegten Aula des Gymnasiums, darunter zahlreiche Mitglieder des Gemeinderats sowie Vertreter der örtlichen Vereine und Organisationen. Finanziell und infrastrukturell sei Kenzingen gut aufgestellt, so Bürgermeister Guderjan. Nächstes Jahr würden erneut rund 5 Millionen investiert, unter anderem im Bereich Hochwasserschutz und im Rahmen der Nachnutzung des alten Feuerwehrareals. Durch stetige Investitionen sei es gelungen, einen Sanierungsstau zu verhindern, gleichzeitig habe man sich kontinuierlich entschulden können. Diesen Weg gelte es nun konsequent fortzusetzen. Dabei müsse man im Hinterkopf behalten, dass die Standards, die man sich in Zeiten relativen Wohlstandes und stetiger Einnahmen setze, auch in schlechteren Zeiten gehalten werden müssten.
Im Anschluss erteilte Bürgermeister Matthias Guderjan Herrn Wolfram Müller, Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen, das Wort. Wolfram Müller informierte über das Projekt ‚Franziskanergarten‘, der Projektname für die Nachnutzung des alten Feuerwehrgerätehausstandortes. Das Feuerwehrgerätehaus soll abgerissen werden und durch einen Neubau zusätzliche Pflegeplätze für die Arbeiterwohlfahrt, vier Kindergartengruppen und ein Mehrgenerationenwohnhaus geschaffen werden.
Im Anschluss stellten Herr Florian Krentel und Frau Kerstin Delamarche vom Büro Fichtner Water & Transportation eine erste Entwurfsplanung zur Neu- und Umgestaltung der Innenstadt vor. Ein Beschluss des Gemeinderats zur Neu- und Umgestaltung der Innenstadt war bereits 2012 gefasst, der Vollzug aber ausgesetzt worden. Der Grund hierfür war, dass der Entwurf vielen nicht weit genug ging. An die Vorstellung der Planung schloss sich eine umfangreiche Frage- und Diskussionsrunde an, in der die Zielkonflikte Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Ortsdurchfahrt, Schaffung von Parkraum und Erhöhung der Aufenthaltsqualität erneut offenkundig wurden. Dabei gingen die Meinungen der Einwohnerschaft weit auseinander. Während einige einen vollständig niveaufreien Ausbau einforderten und die Schaffung von zusätzlichem Parkraum anregten, stand für andere die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Vordergrund. Es gab aber auch Meinungen, den jetzigen Zustand zu belassen und lieber in Bildung und den Ausbau der Kinderbetreuung zu investieren. Die eingebrachten Vorschläge wurden gesammelt und fließen nun in die weiteren Planungen ein. Mitte Januar ist ein Workshop geplant, in dem interessierte Einwohnerinnen und Einwohner erneut aufgerufen sind, sich aktiv in die Pläne zur Umgestaltung der Innenstadt einzubringen. Eine gesonderte öffentliche Einladung folgt.




