Kenzinger Wald soll Wasser behalten – Innovative Maßnahmen gegen Klimafolgen
Im Fokus standen zwei Themen: der Wasserhaushalt und die Bestandspflege des Waldes.
Wasser als Lebensgrundlage im Wald
Früher wurde Regenwasser durch Gräben aus dem Wald geleitet – heute gilt es, es dort zu halten. Der Waldboden funktioniert wie ein Schwamm und speichert wertvolle Feuchtigkeit. Gleichzeitig bergen verdichtete Forstwege bei Starkregen Gefahren für tiefergelegene Siedlungen.
Als Teil einer vom Land geförderten Modellregion setzt Kenzingen auf dezentrale Wasserrückhaltung. Projektleiterin Heike Puhlmann (FVA) begleitet die Maßnahmen wissenschaftlich.
Johannes Kaesler zeigte drei Rückhaltemethoden vor Ort:
- Dolen mit kleinen Rückhaltebecken.
- Ein Tümpel dient zugleich dem Hochwasserschutz und als Biotop.
- Eine Rigole – ein unterirdisches Steinbecken – speichert Wasser kostengünstig und effektiv.
Forstwirtschaft im Wandel
Auch die Waldpflege stand im Fokus. Während Buchenbestände zunehmend absterben, werden hitzeresistente Arten wie Kirsche, Walnuss und Hainbuche gepflanzt. Kenzingen trotzt dem Trend rückläufiger Waldwirtschaft und schreibt weiterhin schwarze Zahlen.
Forstwirtschaftsmeister Martin Zimmermann demonstrierte die manuelle Wertästung von Kirschbäumen – aufwändig, aber effizient. Das Ziel: stabile, gesunde und wirtschaftlich nutzbare Wälder.
Die Stadt Kenzingen dankt allen Teilnehmenden für ihr Interesse und sieht in der gemeinsamen Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Klimawandels einen wichtigen Schritt für eine zukunftsfähige Waldbewirtschaftung.




